Wer war Ute Bock?

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Aufgrund des Ablebens dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit widmet sich der Beitrag dem Leben von Ute Bock.

Ute Bock wurde am 27. Juni 1942 in Linz geboren. Nach der Matura nahm sie eine Stelle als Erzieherin an. Zunächst war sie einige Jahre in Biedermannsdorf tätig, wechselte dann in den 10. Wiener Gemeindebezirk. 1976 wurde sie Leiterin der Einrichtung.

In den 1990er Jahren kamen vermehrt Flüchtlinge, u.a. durch die Jugoslawienkriege und aus Afrika. Ute Bock zeichnete sich durch ein hohes Maß an Engagement für dieser Personen aus. So setzte sie sich für die Vermittlung von Schlafplätzen, Deutschkursen und beruflichen Tätigkeiten ein.

Im Jahr 2000 ging Ute Bock in Pension und kümmerte sich ehrenamtlich um das von ihr mitbegründete Projekt für Flüchtlinge ein. Am 21. Mai 2002 wurde der Verein Ute Bock – Wohn-und Integrationsprojekt gegründet. Mit Hilfe von hauptsächlich ehrenamtlichen Helfern organisierte sie private Wohngemeinschaften, die sie durch Spenden und aus eigenen Mitteln finanzierte. Bereits kurze Zeit später stellte sie über 100 Wohnungen für über 300 Personen bereit, die ohne ihre Hilfe obdachlos gewesen wären. Darüber hinaus setzt sich der Verein für juristische Beratung, kostenlose Kleiderausgabe und Weiterbildung ein. Im Laufe der Jahre konnte tausenden Menschen geholfen werden.

In den Jahren 2008-2010 entstanden mit Bock for President und Die verrückte Welt der Ute Bock zwei Filme, die Ute Bock bei ihrer Arbeit begleiten. Im Jahr 2012 erhielt sie das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.
Am 19. Januar 2018 starb Ute Bock mit 75 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit im von ihr begründeten Ute-Bock Haus.

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